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Mein (neues) Hundeleben - Elvis zieht ein

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Neuerdings fühle ich mich dank Hund wie ein Zombie. Denn nicht nur mein Schlafpensum und mein Geduldsfaden haben in den letzten Tagen akut abgebaut, sondern auch mein Wortschatz. Der basiert nun nämlich hauptsächlich auf „Fein, Brav, Elvis, Aus“ und „Nein“. Warum habe ich mir eigentlich lange Gedanken um den perfekt-passenden Hundenamen gemacht? Unser Hund glaubt allmählich bestimmt, dass er „Nein“ heißt – so oft hört er das Kommando am Tag. Dabei haben wir ihn doch eigentlich „Elvis“ getauft. Darauf hört er auch, vorausgesetzt man wedelt mit einem Leckerli vor ihm her. Elvis ist extrem käuflich, sein persönlicher Lieblingsmensch ist immer der, der ihn zuletzt gefüttert hat. Ich muss allerdings zugeben, dass er mich auch ganz begeistert anguckt, wenn ich ihn „Horst“ nenne – was, zugebenermaßen in letzter Zeit häufiger vorkommt. Und Horst ist da noch harmlos … doch alles andere wäre hier nicht druckbar.

Ich habe mich zwischenzeitlich mal der Onlinerecherche hingegeben, um in Internetforen Hundebesitzer auszumachen, die es mit der ungeschönten Wahrheit halten und ihre Pelznase ausnahmsweise mal nicht über den grünen Klee loben. „So liebenswürdig“, „verschmust“, hübsch, klug, – sogar Attribute wie „gütig“ finden sich da. Zuhauf! Hmmh. Lobbyismus pur. In solchen Foren brauche ich also jetzt nicht Mitglied werden, ich werde wohl eher auf Unverständnis stoßen als auf Mitgefühl. Schließlich ist ja der Halter schuld, wenn der Hund nicht pariert. Und kein Hund wird verzogen geboren. Naja, ich bin mir nicht ganz sicher, ehrlich gesagt.

„Alles, was ihr Hund nach 10 Minuten nicht gefressen hat, sollten Sie aus dem Napf nehmen“ – das habe ich aus einem Ratgeberbuch. 10 Minuten? Das muss ein Druckfehler sein, es sind sicherlich 10 Sekunden gemeint. Dann hat unser Labrador-Baby nämlich alles gnadenlos wegradiert! Er frisst alles, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist: Gras, Ameisen, Unterhosen, Kronkorken, Steine, Nacktschnecken. Nacktschnecken! Die sammle ich neuerdings mit bloßen Händen aus dem Garten – nach meinen Ekelgefühlen frage ich mich schon lange nicht mehr. Vielleicht ist das ja gut, wenn ich mich mal lockermache und nicht mehr ganz so übertrieben hygienisch bin ... so tröste ich mich. Elvis, mein Therapiehund.

Wer einen Hund hat, braucht übrigens kein Tinder oder sonstige Kontaktbörsen. Jeder spricht einen an – bzw. den Hund – und hat meist nette Worte oder ein Lächeln parat. Das ist tatsächlich aufbauend, denn ähnlich wie mit einem Baby auf einem Langstreckenflug fühlt man sich auch mit einem stoisch im Sitzstreik verharrenden Hundewelpen mit ausgefahrenem Geschlechtsteil nicht unbedingt wohl in seiner Haut. Da tun ein paar liebe Worte ganz gut. Bitte haben Sie daher Nachsicht, wenn Sie künftig einer Person in meiner Situation auf der Straße begegnen. Wir haben wirklich etwas Aufmunterung verdient.

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