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Gerüche Teil 3: Mundgeruch bei Tieren - Wie er zustande kommt und was wir dagegen tun können

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Hecheln, miauen, Gähnen oder ein liebevoller Kuss. So manch einem Tierhalter stockt dabei schon mal der Atem. Was wir dabei riechen, lässt sich nur schwer in Worte fassen. Viele beschreiben den Geruch als faulig, stechend, süßlich oder säuerlich, doch Fakt ist: Es muffelt und sorgt für dicke Luft! Na gut, das mag bestimmt nicht bei jeder Fellnase so sein, doch wenn es übel riecht, gibt es auch meistens einen Grund dafür und den herauszufinden, stellt viele Tierbesitzer oftmals vor eine große Herausforderung. Wichtig zu wissen ist auch, ob der Mundgeruch dauerhaft auftritt oder nur hin und wieder. Es lohnt sich jedenfalls die Maulhöhle und die Organe vom Tierarzt kontrollieren zu lassen, damit die Ursache geklärt und eventuelle Folgen vermieden werden können.

Nasenklammer auf und los geht die Suche

Nicht immer ist mangelnde Maulhygiene die Ursache für den Mundgeruch. Wie bei uns Menschen gibt es auch in der Tierwelt genetische Veranlagungen die dafür verantwortlich sind, dass beispielsweise eine schlechte Zahnqualität, sowie die Neigung zu Plaque und Zahnstein einfach vererbt werden. In solchen Fällen muss dann eben ein besonderes Augenmerk auf die Zahnhygiene gelegt- und öfter kontrolliert werden. Ein fauliger Geruch ist in vielen Fällen ein Zeichen von Zahnstein oder Futterresten, die sich zwischen den Zähnen und Hautfalten der Lefzen festgesetzt haben. Diese bieten ein hervorragendes Milieu für Bakterien, wodurch Schwefelverbindungen entstehen, die für den grausamen Geruch verantwortlich sind. Braune, feste Auflagerungen auf den Zähnen hingegen deuten oftmals auf Zahnstein hin, welcher sich durch Futterreste und im Speichel enthaltene Mineralstoffe zu einer festen Substanz formt und auf den Zahn legt. Wenn der Hund oder die Katze es zulassen, kann ein Blick in die Maulhöhle Gewissheit geben. Auch die Zusammensetzung des Futters sollte ebenfalls nie außer Acht gelassen werden, denn unnötige Zusatzstoffe, wie künstliche Farbstoffe und Zucker können die Plaque-Bildung begünstigen. Kommt der Geruch eher aus dem Inneren, z.B. dem Magen, weil der Hund aufstoßen muss, riecht er meistens säuerlich. Dies kann wiederum ganz andere Ursachen haben, wie zum Beispiel eine Magen-Darm-Erkrankung. Auch Mund- und Rachenentzündungen, Stoffwechselerkrankungen, sowie Leber- oder Nierenprobleme können verantwortlich für Mundgeruch sein. Letztlich können sogar die Analdrüsen Schuld an schlechtem Atem sein, denn sind diese voll, bzw. entleeren sie sich nicht richtig, kann dies zu Juckreiz führen, weshalb der Hund oder die Katze am After lecken und so das Analdrüsensekret was ohnehin schon übel riecht, oral aufnehmen. Deshalb ist es enorm wichtig, bei Verdacht einen Tierarzt aufzusuchen.

Was können wir unternehmen?

Oder besser: „können wir überhaupt etwas unternehmen?“. Dazu wäre es natürlich hilfreich zu wissen, was die Ursache für den Mundgeruch ist. Doch eine regelmäßige Zahn- und Maulkontrolle schadet nie und sollte auch vorgenommen werden, wenn das Tier bislang noch nicht an Mundgeruch leidet – denn Vorsorge ist bekanntlich besser als Nachsorge. Lässt der Vierbeiner sich stressfrei und ohne Probleme ans Maul fassen, kann die Maulhöhle vorsichtig auf Auffälligkeiten kontrolliert werden. Auch regelmäßiges Zähneputzen kann Abhilfe schaffen. Doch nicht jeder Hund lässt sich gerne am Maul manipulieren und erst recht nicht jede Katze. In diesem Fall kann ein spezielles Dental-Pulver, was aus naturreinen Meeresalgen besteht und einfach über das Futter gestreut wird helfen. Eine bessere Wirkung erzielt man jedoch, wenn es direkt in die Maultasche gegeben wird. Meeresalgen wirken über Enzyme, die im Maul freigesetzt werden und bei täglicher Anwendung dafür sorgen können, dass die Plaquebildung gehemmt und so der Zahnsteinbildung vorgebeugt wird. Auch verschiedene Kauartikel, wie Sehnen und Ohren können 1 bis maximal 3 Mal die Woche gefüttert werden. Je unförmiger diese sind, desto besser reibt sich der Zahnbelag durch den Kauprozess ab.

Zähne putzen aber richtig

Welpen haben in der Regel blitzblanke Beißerchen und damit das auch bleibt, können Hunde bereits von klein auf spielerisch an das Zähneputzen gewöhnt werden. Ältere Hunde, können natürlich auch noch mit viel Ruhe und Geduld an die Prozedur gewöhnt werden. Für das Training eignet sich am besten ein ruhiger Ort in den eigenen vier Wänden, an dem ab sofort immer trainiert wird. Dazu sollte sich der Hund im ersten Schritt stressfrei an Maul, Schnauze und Lefze berühren lassen. Danach können die Lefzen leicht hochgezogen werden, um auch Zähne und Zahnfleisch zu berühren. Die Finger müssen sauber und die Nägel kurz sein. Das ganze sollte vorerst ohne Zahnbürste, sondern nur mit dem Finger und vor allem ganz entspannt und behutsam geübt werden. Dabei kann ein Kommando, wie z. B. „Zähne“ gesagt werden, was im Training jedes Mal wiederholt wird. Macht der Hund Fortschritte, darf dies unmittelbar belohnt werden. Um nichts zu überstürzen, sollte diese Vorgehensweise zunächst einige Tage oder auch Wochen trainiert werden und nie länger als 2-5 Minuten am Tag. Als nächstes kann ein Fingerling oder eine Kinderzahnbürste mit weichem Bürstenkopf verwendet werden. Besser eignen sich aber spezielle Hundezahnbürsten mit extra langem Stiel. Je nach dem was ihr verwendet, sollte auch das wieder langsam in Richtung Maul trainiert werden. Lässt der Hund sich mittlerweile brav im Maul anfassen, kann der Fingerling oder die Bürste sanft in kreisenden Bewegungen und ohne viel Druck über die Zähne gleiten. Wer eine intensive Reinigung erzielen möchte, kann eine spezielle Hundezahnpasta ohne Fluorid und künstliche Geschmacksstoffe verwenden. Da Zahnstein und Plaque nicht nur ein geruchliches- und kosmetisches Problem darstellen, sollte man nach jeder Manipulation am Maul immer sehr gründlich die Hände waschen. Denn Zahnstein ist voller Bakterien die bei betroffenen Tieren auch zu Herz-, Leber-, Nieren- oder auch Lungenproblemen führen können.

Viele Grüße,

Kristin

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