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Gerüche Teil 2: Welche Auswirkungen haben die richtige Fell- und Hautgesundheit auf den Körpergeruch meines Tieres?

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Wir alle kennen den Geruch von nassem Hund und wenn wir ehrlich sind, möchte ihn keiner gerne als Raumduft. Doch woher kommt der Geruch eigentlich und wieso ist er gerade in nassem Fell so unausstehlich?

Was wir riechen, wenn wir mit unserem Vierbeiner einen Ausflug im Regen oder zum See gemacht haben, ist der Talg auf der Hundehaut. Bei Nässe wird die Talgproduktion besonders angeregt, denn das ölige Hautsekret verteilt sich im gesamten Fell und wirkt als natürliches Schutzschild gegen äußere Umwelteinflüsse wie z. B. Wasser. Dieser Prozess verleiht dem Hundefell den typischen Geruch von nassem Hund. Es ist also vollkommen normal, dass nasse Hunde leicht unangenehm riechen, solange der Geruch nach dem Abtrocknen wieder verschwindet. Damit der Duft nicht gleich in die Polster einzieht und somit Zuhause oder im Auto für dicke Luft sorgt, können alte Decken oder Bettlaken ausgelegt werden. Diese lassen sich im Anschluss einfacher reinigen, als Hundekörbchen und Transportboxen.

Dem Übeltäter auf der Spur

Wenn unsere Fellnasen allerdings in trockenem Zustand dauerhaft unangenehm riechen, könnte auch eine Erkrankung oder die Ernährung schuld dran sein. Allergien, Schilddrüsen- und Pilzerkrankungen, Parasitenbefall oder eine atopische Dermatitis sind nur ein paar der möglichen Gründe für üblen Körpergeruch und fettiges Fell. Auch vererbliche Hautbildungsstörungen wie die Krankheit „Seborrhoe“ sind bei Hunden und in seltenen Fällen auch bei Katzen nicht auszuschließen. Symptome wie schuppiges und stumpfes Fell oder ölige Haut treten bei betroffenen Tieren schon im Welpenalter auf und steigern sich mit der Zeit bis hin zu Ansammlungen von Ohrenschmalz, Juckreiz und bakteriellen Infektionen. In jedem Fall solltet ihr bei Verdacht, dass irgendwas nicht stimmt einen Tierarzt zu Rate ziehen. Aber wie schon im Beitrag „Welche Auswirkungen haben die richtige Ernährung und die Darmgesundheit auf den Körpergeruch meines Tieres?“ erwähnt, ist auch die gesunde und ausgewogene Ernährung ein wichtiger Bestandteil der Gesundheit und der Grundbaustein für eine gute Darm-,Fell- und Maulgesundheit unserer lieben Vierbeiner.

Dufte Helferchen

Hunde die ohnehin einen intensiven Eigengeruch haben, leiden aufgrund der vermehrten Talgproduktion häufig unter fettigem und glanzlosem Fell. Die Zugabe von gesunden Nahrungsergänzern mit Biotin, Zink oder ungesättigten Fettsäuren (z. B. Omega 3) sorgen für die Erneuerung der obersten Hautschicht und unterstützen so die Neubildung des Fells ideal. Auch innere Organe wie Leber und Niere können z. B. während des Fellwechsels mit speziellen Kräutern, wie Mariendistel, Artischocke und Löwenzahn entschlackt werden, da in dieser Zeit der Stoffwechsel auf Hochtouren arbeitet. Auch regelmäßiges Bürsten sorgt nicht nur für eine gute Bindung zum Tier, es fördert auch noch die Durchblutung und hilft bei der Fellerneuerung. Dabei kann insbesondere bei langhaarigen Hunden und Katzen auch die Haut auf Parasiten oder Veränderungen kontrolliert werden. Nichtsdestotrotz, bleiben regelmäßiges Staubsaugen und der Kampf gegen Gerüche insbesondere zur nassen Jahreszeit nicht aus. Spezielle Tierhaarsauger, wie die der MarkeTHOMAS, können hierbei eine große Hilfe sein. Mit Hilfe von Wasser werden die in der Luft liegenden Gerüche gebunden und nicht mehr freisetzt. Auch dreckige Pfoten auf Fußböden und Polstern sind dank der speziellen Sprühdruck-Düsen, einiger Modelle, schnell beseitigt.

Ein Bad schadet nie! Oder doch?

Einer der häufigsten Fehler um den lästigen Geruch loszuwerden, ist übermäßiges Baden, denn der Fettfilm der auf der Haut des Tieres liegt, macht sie schön geschmeidig und schützt sie. Doch durch häufiges baden wird die natürliche Barriere der Haut zerstört, was sie wiederum anfälliger für Hauterkrankungen macht. Wenn unser Liebling sich allerdings Mal wieder in der Güllegrube gewälzt hat, führt leider kein Weg an der Badewanne vorbei. Meist reicht es schon aus, dass Fell gründlich trocknen zu lassen und dann den Schmutz mit einer Bürste auszukämmen oder einfach nur mit klarem, kühlem bis lauwarmen Wasser (je nach Außentemperatur) abzuspülen. Generell sollte der Hund nicht öfter als alle zwei Monate mit Hundeshampoo gebadet werden (sofern nicht anders vom Tierarzt verordnet), am besten sogar noch seltener. Hundeshampoo ist übrigens ein gutes Stichwort, denn das sollte eines mit milden Tensiden, ohne Duftstoffe und Silikone sein. Diese Bezeichnungen treffen zwar ebenfalls auf einige naturkosmetische- und Babyshampoo zu, jedoch sollte dieses unter keinen Umständen für Hunde verwendet werden. Grund dafür ist der viel zu niedrige PH-Wert der menschlichen Haut von ca. 5,5 im Vergleich zur Hundehaut von ca. 7,5. Ein Shampoo für Menschen, würde also den PH-Wert der Hundehaut senken und sie auf Dauer austrocknen, was wiederum zu Juckreiz führen kann.

Falls euer Hund sich gleich nach dem Baden wieder in den Dreck schmeißt, liegt das meistens an einem für die menschliche Nase gut riechenden parfümierten Shampoo, denn das überdeckt den Eigengeruch der Tiere, der für das soziale Verhalten untereinander von großer Bedeutung ist. Also wird sich meistens nach dem Waschen auf dem Boden gewälzt, um den für Hunde ekligen Geruch wieder los zu werden.

Der Eigengeruch unserer lieben Hunde und Katzen kann eben je nach Rasse, Gesundheitszustand und Alter variieren und gehört einfach mit dazu.

Viele Grüße,

Kristin

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